Tuesday, March 27, 2007

Wieder in Deutschland - Eine Woche spaeter

      Langsam gewoehnt man sich wieder ein. Der Rechtsverkehr ist auch nicht mehr allzuschlimm. Mein Mantra in den Letzten Tagen "Du Musst Da Rechts reinfahren" hat da sicher auch geholfen.
Was ich an Irland jedoch vermisse:
* Das Rauchverbot in oeffentlichen Gebaeuden- bin in Bautzen fast Eine angegangen als sie sich im Kornmarktcenter eine Zigarette anzuendetet :D
* die Katzenaugen in der Fahrbahnmarkierung. Ein sehr schoenes Fahren, wenn man sich nicht staendig rechts und links orientieren muss, sondern die Augen auf der Strasse behaelt. Gleiches gilt fuer den Schilderwald in Deutschland. Auch wenn man sich in Irland oft eine bessere Ausschilderung der Orte gewuenscht haette, aber die Geschwindigkeitsangaben auf der Strasse waren eine tolle Sache - slow, very slow und der Kreisverkehr erst!
* Die Flatrate fuer das Internet. Ein Angebot wie von Irish Broadband hab ich hier noch nirgendwo gesehen. Ob Irish Broadband auch was in D anbietet? Waere ja zu schoen!
* Hinzu kommen natuerlich noch die ganzen Leute aus Irland die ich waehrend meiner Zeit dort kennengelernt hatte.

      Als Fazit also, Studium abschliessen und dann wieder auf Tour gehen, auch wenn es nicht unbedingt Irland sein wird- ich muss ja auch noch was anderes sehen. Aber abgeneigt da noch einmal hinzugehen waere ich natuerlich auch nicht. In der Zwischenzeit wird es wohl Deutschland als Reiseland tun muessen, nicht das ich im Ausland wieder dasteh und die nichtdeutschen da mehr von D kennen als ich. Als naechstes kommt also ein Deutscher Reisefuehrer und die Annahme der Einladung aus Bayern. ;)

Und hier geht es demnaechst weiter

OFF The Road - In the Air

      Puenktlich um 3 Uhr klingelte denn auch mein Wecker und machte mich noch schnell Abreise fertig. Dann ging es auch schon an das Verabschieden.
Eine Sache die mir nicht so liegt.
Also hab ich mich noch kurz von Marco verabschiedet, er ist netterweise kurz mit um 3 Uhr aufgestanden, und dann hiess es auch schon ab zur Rezeption, noch schnell den Schluessel abgeben und dann ein Taxi rufen. Alles lief zum Glueck wie geschmiert, der Taxifahrer war auch sehr nett, sprach richtig gutes Englisch, obwohl auch vom Europaeischen Kontinent, und lieferte mich direkt an der oberen Ebene des Flughafens ab, so dass ich nur noch das Gepaeck hereinziehen musste. Im Flughafen hiess es anstellen bis die Abfertigung des Gepaeckes fertig war. Mit einem Laecheln kommt man immer weiter, also setzte ich auch ob der fruehen Stunde ein freundliches Gesicht auf und bezahlte gehorsam mein Uebergewicht - nur 5 Kilo, nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen - bevor ich dann in den Sicherheitsbereich eincheckte. Dort fuehrte sich das Warten fort, aber immerhin konnte ich mir etwas zu trinken holen. Nach den neuen Bestimmungen darf man ja keine Fluessigkeiten mehr durch die Sicherheitskontrolle fuehren. Der Terrorismus wohl mal wieder eine gute Ausrede um den Touristen im Terminal viel Geld fuer etwas Wasser aus der Tasche zu locken.
Und irgendwann war es denn auch so weit, wir durften ins Flugzeug. Etwas spaeter hob der Flieger, nach einer ruckeligen Anfahrt, ab. Und ca 2h spaeter war ich wieder in Deutschland, diesmal auf ungewisse Zeit.
Etwas traurig war ich ja schon auf dem Rollfeld, die Erfahrungen in Irland waren doch sehr schoene gewesen und so eine nette Bediehung in den Geschaeften wie in Irland wird man in D wohl kaum bekommen.
      Vor allem war ich aber KO und wollte eigentlich nur ins Bett, mit einer kurzen Mahlzeit vorher wenn moeglich. Die kam denn auch in Form von Burger King.
Und auch das gibt es mittlerweile in Deutschland

Eine Einkaufsfahrt spaeter war ich denn auch irgendwann im Bett.

On The Road - Der 11. Tag

      Da das Surfen am Abend etwas mehr Zeit in Anspruch nahm kamen wir auch erst recht spaet aus dem Bett und mussten uns dann etwas mit der Abreise beeilen. Da wir aber unseren ersten Tag noch gut im Gedaechtnis haben, hatten wir uns auf die alte Irische Art zumindest noch genug Zeit fuer ein gutes Fruehstueck genommen. Der haengende Magen lag uns da noch zu gut im Gedaechtnis, dass wir dieses Erlebnis nur ungern wiederholen wollten. Mussten wir auch nicht, denn selbst wenn um 10 ausgezogen werden sollte, wurden wir nicht herausgeworfen, sondern uns wurde das Fruehstueck noch erlaubt.
      Danach hiess es aber flott los und in Richtung Dublin gefahren, denn wenn man auch auf den grossen Strassen schnell voran kommt, man sollte den Stadtverkehr- zumal noch zur Mittagszeit- nie unterschaetzen. Demnach brauchten wir auch genauso lang um ins Stadtzentrum Dublins zu gelangen wie wir von Kilkenny bis zu den Aussenbezirken der Hauptstadt gebraucht hatten. Die Parkplatzsuche nahm noch etwas Zeit in Anspruch und danach hiess es Sachen aussortieren. Der Parkplatz war dann auch nach bewaehrter Manier um einen Schlafsack und den ein oder anderen Kram reicher. Das Zuruecklassen des Schlafsackes in Irland scheint langsam zur Tradition zu werden- dasselbe hatte ich schon vor 6 Jahren beim Familienbesuch auf der Insel gemacht. ;-)
Danach hiess es die verbliebenen Sachen ins Hostel zu schaffen. Um Anschliessend noch schnell zur Tankstelle zu fahren und das Auto aufzutanken und noch etwas zu saeubern. Als das alles endlich erledigt war und wir die Abgabestelle fanden waren wir schon gute 20 Minuten zu spaet. Da dies aber offensichtlich in Irland kein Problem ist, zumal wir das Auto auch erst 30 Minuten spaeter als vereinbart abgeholt hatten, bekamen wir keine extra Strafe aufgebrummt, sondern nur den Pfand fuer das Benzin zurueck erstattet.
      Die Autovermietung ohne Auto zu verlassen kam uns schon etwas merkwuerdig vor, denn ab jetzt hiess es wieder Bus fahren. :(
Man gewoehnt sich an den Luxus eines Autos halt recht schnell.
      Zurueck in Dublin, die Autovermietung war noch immer am Flughafen, gingen wir erstmal in unser altes Stammrestaurant essen. Das Apaches (sollte Sandra bekannt vorkommen), da gab es dann noch eine leckere Pizza fuer jeden und eine standesgemaesse Cola, nicht das wir auf den Letzten Tag noch mit den Traditionen der letzten 6 Monate brechen.
Das Essen hinter uns, ging es zum neupacken- man muss ja auf die 15 Kilo normalgewicht und 10 Kilo handgepaeck wieder runter kommen. Irgendwann hatten wir das Idealgewicht erreicht- alles was raus konnte war im Papierkorb- so entschieden wir uns noch etwas zu chillen bevor ich ins Bett musste, um wenigstens ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Immerhin ging mein Flug um 6 Uhr morgens, was leider auch bedeutet: um 3 Uhr aufstehen und losfahren, selbst wenn man ein Taxi nimmt. Marco hatte es da etwas besser, sein Flug ging erst gegen Mittag.

On The Road - Der 10. Tag


Der Morgen danach und das Hostel sah etwas idyllisch aus und die Fahrt am Abend den Berg hinauf war fast vergessen, aber nur fast. Das ungute Gefuehl und die komische Erinnerung an den Film Hostel werd ich wohl nie richtig loswerden. Also hiess es schnell weg!
      Heut mussten wir ein kleines Stueck zurueck in den Suedwesten fahren, um uns die Drombeg Stone Circles [edited: Grund siehe Comments] anzusehen. Viele werden jetzt denken, schon wieder Steinkreise, aber Marco und ich haben in dieser Hinsicht alle mitgenommen die wir finden konnten. Der Drombeg Stone Circle enttaeuschte auch nicht, denn die Steine waren etwas hoeher errichtet als die bei den Steinkreisen zuvor.
     Anschliessend ging es zum Old Head of Kinsale, auch hier wieder Klippen und Kuestenlandschaft und doch irgendwie anders. Leider haben sie uns nicht bis zum Leuchtturm und an die Spitze gelassen. Als altes Militaergelaende und im Moment in der Renovierung wollen die feinen Herren des Golfclubs wohl nichts mit dem gemeinen Fussvolk zu tun haben. Wohin die ihre Baelle schiessen wird mir aber wohl fuer immer ein Raetsel bleiben. Eines ist klar, das Handycap steigt sobald ein Ball in den Ozean segelt.
      Nachdem wir die Aussicht etwas genossen hatten, kehrten wir der Kueste den Ruecken zu und fuhren weiter in Richtung Cork. Wo fuer Marco die Reise indirekt begann, da er ja in Cork gearbeitet hatte und von da mit dem Bus nach Dublin kam um das Auto mit abzuholen.
      Der Abschied von Cork wurde ihm etwas erschwert, indem wir noch eine Extrarunde drehten, zwecks Autowaesche. Danach ging es weiter nach Mildeton um die Destillery da anzusehen.

      In der Destillery angekommen wurden wir um die Geheimnisse des Brennens von Whisky eingeweiht und wieder kam uns die Nebensaison zur Hilfe- die Tour war eine Private mit Zwei Teilnehmern. Aber nicht nur die Herstellung von Whisky wurde uns naeher gebracht, nein wir erhielten auch eine Ausbildung im Whiskytesten. Kleiner Nachteil, oder auch Vorteil, jetzt duerfen wir nur noch Irischen Whisky trinken. Der allerdings ist dreimal destilliert und dementsprechend etwas sanfter. Nicht das dieses kleine Merkmal nicht schon auf der Flasche stehen wuerde... ich war jedoch immer etwas mit dem austrinken jener beschaeftigt um mich um solche Kleinigkeiten zu kuemmern. Da man aber nachdem Trinken nicht fahren sollte, hatten wir nach dem Besuch der Destillery auch gleich noch eine kleine Pause eingelegt und haben den Motor erst zur Abenddaemmerung wieder in Gang gesetzt um noch nach Kilkenny zu fahren, wo wir uns in einem netten Hostel einquartierten.
      Dort angekommen, hatten wir es nach kurzem Umzingeln auch bald gefunden. Sehr gut fanden wir die nette Begruessung und das wir auf anfragen auch etwas laenger in er Kueche verbringen durften um dort noch etwas im Internet zu surfen. Mit Nutzung des eigenen Laptops im uebrigen auch ohne Zusaetzliche Kosten.

On The Road - Der 9. Tag


      Ein B&B mit sehr gutem Fruehstueck und netter Bedienung, da ist es natuerlich schwer davon loszukommen, dementsprechend hatte sich unsere Abfahrt etwas verzoegert. Scheint in letzter Zeit zur Mode zu werden. Mit den besten Wuenschen und kurzem Hinweis auf einen moeglichen Stau auf unserer Strecke wurden wir von unserer "Gastgeberin" verabschiedet. Den Stau hatten wir aber offensichtlich gut abgepasst, denn davon bekamen wir schon nichts mehr mit. Auf ging unsere Suche nach dem Crag Cave. Eine der "atemberaubendsten" Tropfsteinhoehlen. Naja darueber laesst sich streiten. Es war beeindruckend und sehr informativ, die Tourguide hat ihre Sache richtig gut gemacht. Der Preis dafuer war aber etwas happig, die Iren scheinen langsam den Geschaeftssinn in Sachen Tourismus entdeckt zu haben. ;)
      Danach ging es aber schnurrstracks weiter in den Sueden. Zuerst streiften wir noch den Ring of Kerry, diesmal aber eine andere Ecke als noch vor 6 Jahren- und diesmal im Uhrzeigersinn und ohne Unfall. Eigentliches Ziel war aber der Ring of Beara, der kleine Bruder des Ring of Kerry. Dort angekommen schlichen wir uns um die Halbinsel von Beara. Dass es dort auf den hoechsten Strassen keinen Einbahnstrassenverkehr gibt liegt etwas ueber meinem Horizont, denn es war verdammt eng da. Ein Grund mehr warum wir froh waren die Reise in der Nebensaison zu machen- weniger Touristen. Aber wie immer in Irland, der Stress war den Ausblick wert.

      Den Ausblick wiederrum genossen wir bis zum letzten Fuenkchen Licht, bevor wir uns weiter in den Sueden vortasteten. Wir kamen bis Dunmanway, wo wir im Mountain Hostel ein Bett zum uebernachten fanden. Etwas kuehl, da eigentlich keine Touristen erwartet wurden, ist das Hostel wohl - selbst in der Hochsaison - eher etwas fuer den typischen Camper. Ein kleiner Unterschied zu dem Luxus den wir bis jetzt gewohnt waren ;)

Tuesday, March 13, 2007

On The Road - Der 8. Tag


     Auch heut stand wieder so einiges auf dem Plan. Die Burren und die Cliffs of Moher.
     Zuerst ging es ein wenig durch die Burren in Richtung Burren Smoke House. Leider gibt es da keine Fuehrungen mehr, aber einen netten kleinen Videofilm ueber das Raeuchern von Lachs. Nachdem wir uns den Film und das Visitor Center angesehen hatten, sind wir noch in eine kleine Bar um etwas Lachs zu geniessen. Herrlich- man moechte nichts anderes mehr essen!
     Danach ging es aber auch schon weiter zu den Cliffs of Moher - Daylight's Burning! Auch wenn es etwas regnete. Da ich auf den Klippen schon einmal war, wollte ich mit einem weiteren Besuch nur meine Neugier ueber die Veraenderungen befriedigen. Leider wurden alle Berichte, dass es sich mittlerweile um ein Kommerzielles Zentrum handelt bestaetigt. Es war schon etwas traurig zu sehen wie ein so grossartiges Erlebnis wie ich es noch vor 6 Jahren hatte durch Habgier zerstoert wurde. Der Bereich der oeffentlich zugaenglich ist, ist ein Witz und dafuer darf man das wohl teuerste Parkticket der Welt loehnen - 8 Euro fuer 45 Minuten.
Da das Wetter aber betruebt war und sich offensichtlich sowieso niemand um das "Betretten Verboten, Privatbesitz" Schild stoerte, kletterten auch Marco und ich darueber und genossen noch etwas mehr von den Klippen.
Abseits der Absperrung sind auch die viel schoeneren Exemplare zu bestaunen.
     Etwas enttaeuscht, jedoch nicht ueberrascht dank der guten Aufklaerung durch den "Geheimdienst" hier, machten wir uns auf den Weg um noch etwas in den Burren herumzufahren. Bis hinauf auf den Black Head ging es nocheinmal. Wir genossen die Kargheit der Gegend, besonders ansprechend abseits der grossen Strassen, bis zum letzten Sonnenstrahl und gerade bei Sonnenuntergang konnten wir noch einen weiteren Dolmen bestaunen.
      Mit dem schwindenden Sonnenlicht hiess es fuer uns nur noch ein paar mehr Kilometer "schrubben" und ein Hostel finden.
Oder auch ein B&B. Durch pures Glueck fanden wir eine sehr nette Unterkunft im Killkeen House auf der N69 Road etwas suedlich von Limerick.

On The Road - Der 7. Tag


     Der Zeitplan wird eng, um Galway ist sehr viel zu entdecken und das Auto ist nur noch fuer 3 Tage gemietet! Also zeitig aufstehen um die wenigen Sehenswuerdigkeiten von Galway zu entdecken- bevor es auf zu den Aran Islands geht. Die obligatorische Kirche, die Stadtmauer und das AIB Gebaeude mit den Gargoils daran waren unsere Ziele in Galway. Danach hatten wir immer noch etwas Zeit, da die Entfernungen in Galway noch geringer sind als in Dublin. Wir also schnell noch einen Laden der Taschen verkauft gesucht und gefunden, von nun an konnte auch ich eine "Ueberlebenstasche" fuer die Nacht packen und Marco musste nicht mehr stundenlang in der Kaelte neben dem Auto auf mich warten ;)
     Dann ging es auch schon zum Verkaufsstand fuer die Tickets zu den Aran Islands. Leider schien der Tag verregnet zu werden. Da dies aber in Irland nicht wirklich ein Anhaltspunkt ist, noch viel weniger in Galway, loesten wir die Tickets fuer die Faehre zu den Aran Islands trotzdem. Die Fahrt war etwas schaukelig, dafuer bekamen wir aber auf Deck eine herrliche Sicht auf die Wellen- Surfers Paradise!
     Auf den Islands angekommen mussten wir erstmal die schon als Belagerung anmutende "Auffahrt" vom Pier zu der Insel schaffen, die Taxifahrer fuer die Insel wollten uns unbedingt eine Rundfahrt um die Insel andrehen. Da wir aber 5 Stunden auf jener verbringen mussten entschieden wir uns fuer das Fahrrad als Fortbewegungsmittel. Durch die etwas schnellere Fortbewegungsart, als das Laufen, haben wir auch fast alles gesehen was es auf Inishmore, der groessten der 3 Inseln, zu sehen gibt. Vom obligatorischen FOrt, zum Strand, dem Aussichtsturm bis hin zu der kleinsten Kirche- in der Ferne. Das staendige auf und ab mit den Raedern schaffte zwar ganz schoen, aber das Erlebnis das man dadurch hatte, machte das natuerlich wieder wett.

     Ziemlich geschafft also begaben wir uns wieder auf die Faehre und traten den Heimweg nach Galway an. Dort "mussten" wir allerdings in ein B&B einchecken, da am Sonntag kein Bett mehr im Hostel frei war. Was natuerlich nicht allzuschlimm war, B&B heisst immer: gutes Fruehstueck, TV und vielleicht auch mal Internetzugang.