Tuesday, February 27, 2007

On The Road - Der 6. Tag


     Von Sligo ging es nach einem ordentlichen Fruehstueck seit laengerer Zeit dank B&B weiter zu den Carrowmore Megalithic Cemetary. Bei dieser Sehenswuerdigkeit haben sich die Einheimischen allerdings einen Spass mit den Touristen gegoennt, denn die Wegweiser dahin waren nicht nur sehr irrefuehrend, sondern auch sehr klein gehalten. Quasi der irische Sehtest fuer Blinde. Als wir sie dann endlich nach einer Stunde herumirren gefunden hatten, mussten wir feststellen, dass sie noch geschlossen waren. Marco und ich sind jedoch trotzdem etwas herumgestreunt und haben das ein oder andere Foto geschossen, immerhin haben wir ja lang genug danach gesucht. Warum sie als Geheimtip in meinem Reisefuehrer gehandelt werden, kann ich jedoch trotzdem nicht verstehen.
     Etwas enttaeuscht, aber belustigt durch die Tatsache dass der Weg immer noch das Ziel ist, sind wir dann weiter nach Connemara gefahren. Die Landschaft da hat uns die Muehen des Morgens auch vergessen lassen und wir konnten nur staunend aus dem Fenster sehen, so atemberaubend schoen war die Landschaft da. Dementsprechend oft haben wir dann auch Zwecks Video- und Fotoaufnahmen angehalten.
     Die Landschaft wurde nur noch durch die Atemberaubende Aussicht von der Sky Road auf den Ozean und die Kuestenlandschaft von oben getoppt. Dieser Geheimtip war wirklich ein guter meines Reisefuehrers. Allein dafuer hat es sich gelohnt das Auto zu mieten, denn sonst kommt man da nur zu Fuss oder per Fahrrad hoch. Allerdings wird man von dem Aufstieg dermassen beansprucht sein, dass man die Aussicht eventuell nicht so gelassen geniessen kann, wie es das Auto einem ermoeglicht.
     Die Eindruecke des Tages haben dann in Galway ihren Trebut gefordert, wo wir schliesslich muede ins Bett des Kinlay Hostels fielen.

On The Road - Der 5. Tag

     Ungewollt gewollt sind wir auch heut wieder etwas spaeter losgekommen als geplant. Da macht sich der Status als Urlauber bemerkbar und der Easy Way of Living kommt langsam aber sicher durch.
     Am Ende hat sich The Luck of the Irish aber doch wieder bemerkbar gemacht, denn durch die Tatsache, dass der Tag verregnet war, haetten wir nicht viel mehr als den Folk Park geschafft.
     Der American Folk Park wiederrum war wunderbar gestaltet, auch wenn die Geschichte der Auswanderung etwas ausgedehnt war. Die Umgesetzten Haeuser im Aussengelaende brachten die Authentizitaet mit sich, was noch durch die Darsteller die sich im Gelaende aufhielten und dem Besucher das damalige Leben naeher bringen untermalt wurde. Der Drucker hat mit seinen lebendigen Geschichten einen sehr starken Eindruck hinterlassen. Er hatte den Beruf noch richtig gelernt und konnte dementsprechend tiefgruendig erzaehlen. Unter anderem auch woher der Ausdruck "quen a phrase" stammt. Naemlich vom Bauhandwerk, wo der letzte Stein der alles zusammenhaelt als quen bezeichnet wird und beim Buchdruck ein Hilfsmittel benutzt wird der danach benannt wurde, um die Buchstaben da zu behalten wo sie sind und zu drucken.
     Vollgepumpt mit dem ganzen neuen Wissen machten wir uns nach dem Museum auf nach Sligo, wo wir uns eine Unterkunft fuer die Nacht suchten.

Friday, February 23, 2007

On The Road - Der 4. Tag

     Da heut Derry auf dem Plan stand, hiess es, wir konnten etwas ausschlafen und uns dann langsam auf den Weg zum Museum of free Derry aufmachen, um von da die Stadtfuehrung anzugehen. Unser Guide war auch sehr nett und mitteilungsbeduerftig. Die Geschichte Derrys war ebenso in seinen Ausfuehrungen enthalten wie die Erklaerung der Murals an Derrys Waenden. Danach gingen wir dann nocheinmal ins Museum, um uns die Geschichte des Bloody Sunday etwas naeher bringen zu lassen. Noch ein kleines Mahl bevor es zu den Beaghmore Steinkreisen ging.
     Eine Ansammlung von Steinen, bei denen man bis heute noch nicht genau herausgefunden hat, welchen Zweck sie fuer die Erbauer erfuellten. Eine Theorie ist, dass es entweder zur Ausfuehrung eines Sonnen-, Mond- oder Totenkultes diente. Macht auch Sinn, denn die Linien die mit den Steinkreisen verbunden sind, wurden nachweislich zum Sonnenaufgang und dem Mondaufgang zur Sonnenwende ausgerichtet.
     Nachdem wir die Natur rund um die Steinkreise genossen hatten, ging es dann zurueck nach Derry, in das selbe Hostel zurueck.

On The Road - Der 3. Tag

     Der heutige Tag wurde ein Tag des Autofahrens. Am fruehen Morgen ging es von Belfast auf den Coastal Way um die Kuestenlandschaft vorbeiziehen zu lassen. Das war leider auch der erste Tag an dem das Wetter etwas gegen Urlaub hatte und uns etwas Regen schickte. Dies schadete aber dem Anblick der Kueste nur bedingt. Denn wir liessen uns natuerlich nicht vom Wetter unsere Tour ruinieren und schauten uns nichtsdestotrotz den Giants Causeway und die Bruecke am Carrick-a-Rede an. Danach sind wir vom Coastal Way auf den Antrim Coast uebergefahren und haben die Kueste von da aus weiter bewundert.
     Am Abend hatten wir es bis nach Derry geschafft- die Stadt bezeichnet sich ungern als Londonderry, da man sich lieber von der Krone abgrenzen moechte. In Derry angekommen machten wir uns auf den Weg um eine Bleibe fuer die Nacht zu finden, was wir im Hostel auch taten. Das Hostel ist weiterzu empfehlen, Fruehstueck, TV und Internet sind im Preis enthalten!

On The Road - Der 2. Tag

     Der naechste Morgen ueberraschte uns mit wundervollem Sonnenschein. Dementsprechend leicht fiel auch das Aufstehen, die Abfahrt verzoegerte sich jedoch ob der wunderschoenen Aussicht die sich uns vom Parkplatz aus bot. Im Gegensatz zum Nachtblick, den wir am Abend zuvor genossen, zeigte sich das kleine Fischerdoerfchen nun von seiner schoensten Seite und enthuellte die ein oder andere Aussicht, unter anderem auch einen Berg direkt vor unserem Fenster.
     Danach ging es aber auch schon zurueck nach Newry und von da aus weiter nach Warrenpoint, wo wir auf der Schnellstrasse auf eine Gruppe Radfahrer trafen, die sich wohl auf die Tour de France vorbereiteten- gute Chancen haetten sie, nach deren Geschwindigkeit zu beurteilen.
     Wir liessen die Truppe jedoch hinter uns um uns in den Mourne Mountains durchzuschlagen. Nach ein paar Stunden Fahrt durch die Landschaft Irlands machten wir eine Pause um uns das Silent Valley anzusehen, dass seinem Namen alle Ehre machte. Es war nicht nur ruhig, sondern dient auch mit seinem Stausee der Trinkwasserversorgung Irlands. In einem kleinen Museum konnte man denn auch die Erbauung des Stausees und die Funktionsweise der Wasserverteilung an den Endverbraucher erfahren. Kleine Erinnerung an meine Geographiestunden ;)
     Damit meine Zeit im Geostudium und Marcos Geographieunterricht nicht ganz umsonst waren, waren wir gleich im Kartenlesen und dem Auffinden des Leganny Dolmen geprueft worden. Und wir haben beide bestanden, denn wir fanden sie ohne uns grossartig zu verfahren. Unser Lohn war der Anblick eines der groessten Dolmen in Irland. Aber wie haben die damals diese riesigen Steine aufeinander bekommen? Ein Frage die wohl nie anstaendig geklaert werden wird.
PS: Schwer sind die Steine wirklich, oder zumindest habe ich sie nicht umwerfen koennen. Nicht das ich nicht mein bestes probiert haette :D
     Da zu diesem Zeitpunkt schon langsam die Daemmerung einsetzte, brachen wir also auch bald zu unserem Tagesendziel - Belfast - auf, wo wir am Abend in ein Hostel eincheckten und es uns fuer die Nacht gemuetlich machten.

Wednesday, February 21, 2007

On The Road - Der 1. Tag

     Am Samstag morgen hiess es auch zeitig aufstehen- um 8 Uhr - um noch den Rest einzupacken und mich Abreisebereit zu machen. Hangover oder nicht.
     Durch meine einzigartige Einpacktechnik - antrainiert ueber die Jahre des Studierens - hatte ich es denn auch bis 12 geschafft meine Sachen zu packen und den Raum zu saeubern.
     Gegen 14.00 hiess es dann aufbrechen zum Abholen des Autos am Flughafen. Nachdem der Wagen "ausgecheckt" worden war ging es ans eingemachte. Erstmal nach 6 Monaten des nichtfahrens das Anfahren probieren, nach etwas stottern ging es denn auch auf den Kreisverkehr rund um den Flughafen- und es waren gerade einige Flieger gelandet! Also auch dementsprechend viele Abholwagen unterwegs. Mit laufendem Scheibenwischer bei Sonnenschein ging es dann wieder nach Swords um meine Sachen abzuholen und noch etwas einzukaufen.
Noch schnell vom Mitbewohner verabschiedet und es hiess hit the road Jack!
Immer der Nase nach, nach Norden. Ein kurzer Stop in Drogheda und noch etwas die Stadt angesehen und weiter nach Norden. Nach kurzer Zeit mussten wir feststellen, dass wir schon in der UK waren und sind voller entsetzen umgedreht - Pfund hatten wir ja auch noch nicht.
     In Carlingford hatten wir dann auch Unterschlupf gefunden, nachdem wir das Hostel nach alter Indianermanier eingekreist, umzingelt und gefangengenommen hatten- allerdings nur fuer die Nacht. Auf den Inder an der Theke und dessen Geschwatze waren wir denn doch nicht so scharf, you know?! Und das Auto ist durch unsere Koffer auch schon recht voll.

On The Road - Der Countdown

     Nun war es endlich soweit, mein letzter Tag in "meinem" Callcenter. Nicht nur mein Boss, sondern auch die Kunden hatten mich chillen lassen. Kaum einer hatte angerufen und ich durfte Papierkram erledigen und natuerlich auch ein paar Emails schreiben.

     Gegen Feierabend durfte ich dann zum letzten Mal meinen Computer herunterfahren und alles auf "meinem" Schreibtisch in Ordnung bringen. Danach ging es dann an das Verabschieden und da schlich sich denn doch soetwas wie Melancholie ein- ich werde die Leute hier vermissen, sie waren echt nett und wir hatten viel zu lachen! Meine Runde beim Verabschieden hatte dann auch gut und gerne 15 Minuten gedauert- und dabei war der groesste Teil schon nach Haus gegangen.
     Zuhaus hiess es dann packen und auf den Vermieter fuer die Uebergabe warten, danach ging es noch in den Pub- in dem man nur mit Businessschuhen reinkam *kotz* das Bier hat trotzdem geschmeckt und irgendwie hatte es James (mein Mitbewohner) hinbekommen mich doch etwas abzufuellen- soviel wollte ich denn doch nicht trinken ;) Es war trotzdem ein gelungener Abend und die Runde des Verabschiedens hat am Ende auch noch einmal gut und gerne 30 Minuten in Anspruch genommen. Die ein oder andere Telefonnummer und Emailadresse gab es gleich dazu.

Und dann ging es endlich ins Bett.

Friday, February 16, 2007

Linksverkehr?! - KEIN Problem!

     Hoffen Marco und ich zumindest und begeben uns ab morgen Nachmittag auf eine ausfuehrliche Tour durch Irland. Geplant ist erstmal in Richtung Norden zu fahren und dann nach dem Giant's Causeway in den Suedwesten abzubiegen. Wie genau gefahren wird steht im Moment allerdings noch in den Sternen. Heute abend geht es erstmal zur Abschiedsparty von den Arbeitskollegen- nochmal richtig einen trinken bevor ab morgen die Durststrecke von 2 Wochen los geht.

     In diesem Sinne- die Segler wuerden jetzt sagen: guten Wind und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel- ich sag mal Los geht's ohne Pleiten, Pech und Pannen! Werd natuerlich versuchen weiterhin ab und an mal was von der Insel zu posten- es gibt ja jetzt in den entlegentsten Gebieten Internet :D

Friday, February 9, 2007

Two returns

     Auch wenn in letzer Zeit weniger auf dem Blog losgewesen sein sollte, mein Leben ist nicht ninteressanter geworden, nur voller.
MitMenschen.
Am letzen Wochenende und ein paar Tage in die Woche hinein hatte ich Besuch aus Good Old Germany bei mir daheim. Aus diesem Grunde koennen wir auch eine Premiere auf dem Blog feieren: den ersten Gasteintrag!
     Und damit uebergebe ich auch schon das Wort an Sandra, meine Cousine.

     Möglichkeiten, die sich bieten, soll man nutzen. Das dachte ich mir auch und besuchte Ivonne während ihres Praktikumaufenthaltes in Swords bei Dublin.
Und was hatte ich davon?
Dublin und Glendalough im Zeitraffer. Meine liebe Cousine, mein Rettungsanker hautnah.
Die Ha´Penny Bridge, auf der die Penner-Bande im Schichtsystem arbeitet.
Eine heiße Schokolade bei Barnies.
Schuhe, die chic aber für einen solchen Marathon ungeeignet sind.
Casino Royal auf Englisch und ich muß zugeben, obwohl dieser James zwar nicht an Connery und Brosnan heran kommt, passt er zu den Bond-Männern.
Einen frisch zubereiteten und verdammt leckeren Burger bei Eddie Rocket's. Ich war sehr erstaunt darüber, dass man in einem Fast Food Restaurant von einem Platzeinweiser empfangen wird.
Bulmers im Pub, von dem ich nachts munter wurde.
Der enorme Spire, der laut Ivonne einem Phallus gleicht und gleichzeitig wie irrwitzig als Orientierungspunkt dient.
Das National Musuem, in dem auch mumifizierte Leichen zu bewundern sind. Es ist erschreckend, wie interessiert man sich so etwas reinzieht.
Die gotische Christ Church, in der sich einst eine Katze und eine Maus verirrt haben und während des Versteckspiels in die Orgel gefallen und ebenfalls mumifiziert zu sehen sind.
Ein Straßenkünstler, der Passanten als Natur-Komiker nutzte. Und obwohl mein Englisch miserabel ist, habe ich doch einige Witze verstanden. Yeah. Yeah. Yeah.
Two return- Tickets to Glendalough, einem sehenswerten Ort südwestlich von Dublin. Sehenwert, da wir die grüne Insel von ihrer irischen Seite gesehen haben. In Glendalough den Round Tower, bei dem man 3 m sein mußte, um hinein zu kommen oder immer eine Leiter mit sich trägt. Wir konnten beide Voraussetzungen dafür nicht erfüllen und mußten demzufolge wie Hunde draußen bleiben.
     Ja, und der KGB still watching you - anywhere and anytime.
          Sandra


     Man sieht es war eine schoene entspannt Zeit die wir zusammen verbracht haben!

Thursday, February 1, 2007

Waterford

     Waterford ist eine weitere Stadt die von den Wikingern aufgebaut und spaeter von den Iren und noch etwas spaeter von King John uebernommen wurde. Nicht das wir das nicht schon geahnt haetten. Der Mann ist ja staendig durch die Weltgeschichte gereist und in Waterford war er gleich zweimal.
Nun aber haben die Iren ihr Staedtchen wieder und erzaehlen ihre Geschichte - der Gewinner schreibt immer die Geschichte ;)
     Ein guter Ort diese Geschichte erzaehlt zu bekommen ist der Reginalt's Tower an einer Ecke der Stadtmauer.
Die Stadtmauer selbst ist noch sporadisch vorhanden, aber recht schwer aufzufinden, wenn man nicht gerade Erlaubnis bekommt bei jemand in den Garten zu gehen. Oder aber die kleine Oeffnung in der Haeuserwand findet die zu einem Parkplatz mit angrenzender Stadtmauer fuehrt.
     Ab und an findet man auch heute noch das ein oder andere Ueberbleibsel von Rund-, Ecktuermen oder Durchgangstoren. Ganz zu schweigen von den stehts praesenten Kirchen, u.a. die Christchurch Cathedral.
Alles in allem ist Waterford ein nettes kleines Kuestenstaedchen. Die Uferpromenade bietet einen wunderbaren Blick auf das Steilufer auf der Stadt gegenueberliegenden Seite. Die Stadt selbst ist ein nicht ganz so verschlafenes Staedchen, auch wenn am Sonntag nicht gerade der Baer steppte- aber wo tut er das schon in Irland an einem Sonntag?!
     Ein Ort an dem man sich heimatlich fuehlt- die Seeluft hat ihr uebriges dazu beigetragen.