Tuesday, January 16, 2007

Limerick

     Mit dem heutigen Tage waere dann Limerick auch abgehakt gewesen- und diesmal meine ich wirklich abgehakt, denn viel zu sehen gibt es da ja leider nicht. Obwohl der Regenbogen natuerlich seinen eigenen Charme versprueht hat. Die Gesellschaft allerdings war super, ansonsten haette ich mir wohl alle 21 "Sehenswuerdigkeiten" angeschaut ;)
     Limerick ist eine der kleineren grossen Staedte Irlands und vor allem fuer seine Armut und Arbeitslosigkeit bekannt. Mir allerdings ist sie als Handlungsort von "Die Asche meiner Mutter" im Gedaechtnis haengen geblieben. Auch wenn wir am Ende das 'Angela's Ashes' Museum nicht mitgenommen haben- warum auch, das hab ich doch schon alles im Film gesehen und im Buch gelesen. Irgendwo muss der Kommerz ja auch mal ein Ende haben.
      Den haben wir mit dem Besuch bei McDoof und im King John Castle ja auch gut bedient gehabt. Das Schloss sollte v.a. als Unterkunft dienen- jedoch nicht fuer die Adeligen, dazu waren die Gemaecher denn doch zu schaebig. Wandlungsfaehig wie das Schloss war wurde es jedoch als Schutz im Krieg gegen die Britischen Koenige ueber die Jahrhunderte genutzt, sowie als Wohnstaette zuletzt im letzten Jahrhundert als es in Limerick eine Wohnungsknappheit gab. Das Besucherzentrum wurde auch erst 1991 eingeweiht. Und damit begann der Kommerz. Etwas lieblos sind die Ausstellungsstuecke im Burghof hingestellt auch die Ausgrabungsstaette im "Untergeschoss" ist nicht so atemberaubend, va wenn die Toilette darueber benutzt wird. Aber die Aussicht die man von den Burgmauern ueber Limerick hat gleicht das ganze wieder gut aus! Da wurde der Fotoapparat dann auch nicht mehr geschont und es wurde geknippst wie den ganzen Tag noch nicht. Im Inneren wurde das natuerlich durch die Lichtverhaeltnisse etwas erschwert. Der Rundgang durch die Geschichte Irland's mit Schwerpunkt Limerick war wiederum ebenfalls beeindruckend. Die vielen Schlachten bis zur Unterzeichnung des Treaty, das Limerick's Bevoelkerung noch lange praegen sollte, wurden ausfuehrlich dargestellt (manchmal zu ausfuehrlich).
      Logischer naechster Anlaufpunkt war denn auch der Treaty Stone auf der anderen Seite der Bruecke vom Castle. Der nunja ein Stein mit Inschrift ist. Und an dem das Treaty unterzeichnet wurde. Dem Treaty zu Folge gab es zwei Abmachungen zwischen den Siegern, den Briten, und den Verlierern, den Iren und Franzosen. Zum einen der militaerische Teil, wonach die Soldaten und ihre Familien Irland verlassen und da hingehen durften wohin sie wollten - naja bis auf Schottland und Britannien. Der zivile Teil bestand darin, dass die Bevoelkerung so weiter leben durfte wie bisher, ohne das ihnen Rechte, wie das der freien Religionswahl, versagt wurde. Soweit zur Theorie. Die Realitaet sah natuerlich etwas anders aus. Der militaerische Teil wurde eingehalten, den verbleibenden Iren jedoch wurden die Rechte versagt und es wurden grosse Anstrengungen unternommen die katholische Bevoelkerung von der Religion abzubringen. Wieviel Erfolg die Briten damit hatten sieht man am heutigen Limerick wirklich gut- es ist das erzkatholischte Staedtchen auf der ganzen Insel ;)

2 comments:

Marco said...

So erzkatholisch, dass es natuerlich auch die groesste Todsuende von allen, ein KINO, nicht direkt in der Stadt gibt - sein Seelenheil muss man sich ausserhalb der Stadt zerstoeren..

Zum Glueck haben wir das ja in Waterford (wo ist hier die Stadtmauer?) nachgeholt...

Ivonne said...

Joah, passend dazu gibt es eben gerade ein update... *ich bin zu alt fuer diesen Sch**** * wird nachher noch eingefuegt ;)